Das Preßwerk auf anderen Websites

Firmengelände 2011Nur vereinzelt findet man bei einer Recherche im Internet weitere Informationen und Bilder zum ehemaligen Preßwerk Ottendorf-Okrilla. An dieser Stelle sollen einige Quellen genannt werden.

Edit 15.06.2017: Leider sind die meisten der hier genannten Webseiten mittlerweile nicht mehr vorhanden/nicht mehr erreichbar oder werden mit anderen Inhalten betrieben. Die Links wurden deshalb entfernt.

Das Web-Wiki zum PWO gibt einen kurzen geschichtlichen Abriss und zeigt ein Modellbild des Werkes. Quellenhinweise ermöglichen den Bezug weiterer Informationen.

Mit den Bildern der Fotocommunity für historische Fotos “v-like-vintage.net” können Sie auf Zeitreise gehen. Die umfangreiche Fotothek enthält exklusive Bilder verschiedener Genres, unter anderem auch zwei FotosBild 1 und Bild 2 – aus dem VEB Preßwerk Ottendorf-Okrilla.

Spektakuläre und professionelle Fotos aus dem Jahr 2011 zeigen den Verfall des Werkes auf der Homepage  runathome.de.

Bilder aus der unterirdischen Firmenstruktur gibt es auf der Website Schutzbauten der DDR.

Eine kleine Abhandlung zum Preßwerk findet sich zudem noch auf der Seite Ostfirmen.de, einer privaten Homepage.

Kein Handlungsbedarf (!?)

Müllberge im ehemaligen BetriebsgeländeDie Sächsische Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe „Rund um Radeberg“ vom 15.02.2012 wieder einmal über das verfallende Preßwerk Ottendorf-Okrilla. Nach wiederholter Beschwerde von Gemeinderäten über die Zustände auf dem ehemaligen Betriebsgelände hatte die Gemeindeverwaltung Kontakt mit dem Besitzer aufgenommen. Also war dieser doch nicht in Afrika verschollen, wie früher vermutet?

Müll„Der Besitzer sieht allerdings keine Gefahr“ zitiert die SZ den Ottendorfer Bauamtsleiter. Diese gehe auch nicht vom etwa 50 Meter hohen Schornstein aus, der ebenfalls dem Verfall preisgegeben wird. „Maximal sei der Nachbar betroffen. Den hat der Besitzer aber informiert“ wird abermals der Amtsleiter zitiert. Worüber wurde eigentlich der Nachbar informiert? Über den Zustand des Schornsteins oder die Müllberge, die sich auf dem Gelände türmen? Diese sind aber auch kein Problem. Denn das Umweltamt habe sich die Müllablagerungen schon angesehen, so die SZ. Und auch die Untere Abfallbehörde sieht keinen dringenden Handlungsbedarf und empfiehlt lediglich die Sicherung des Geländes, damit hier nicht eine Mülldeponie entsteht. So wird der Bauamtsleiter zum dritten Mal im Artikel zitiert. Schöne Zustände…

Aus dem Dokumentationszentrum Alltagskultur

Kürzlich erreichte mich eine Email aus dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Eisenhüttenstadt, die ich hier auszugsweise mit Einverständnis der Adressatin veröffentlichen möchte:

Website des Dokumentationszentrums
Website des Dokumentationszentrums

„Ich hatte ihn (Werner Biscop, Anmerkung des Autors) im Rahmen meiner Forschungen zur Geschichte der Plaste im Alltag der DDR für ein Gespräch gewinnen können und habe diesen Besuch in Ottendorf-Okrilla in ganz besonderer Erinnerung. Er war nicht nur mit einem langen Gespräch, sondern auch einer Werksbegehung und einer gemeinsamen Ortsbesichtigung verbunden… Mit vielen Informationen und einem Film, den Sie auf Ihrer Website auch erwähnen, im Gepäck bin ich zurück nach Eisenhüttenstadt in mein Museum. Nun nach mehreren Jahren Forschung soll am 20. Mai diesen Jahres im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt eine Sonderausstellung zum Thema “Plaste im Alltag der DDR” eröffnet werden. …Selbstverständlich soll auch der Betrieb VEB Preßwerk Ottendorf-Okrilla in unserer Ausstellung vorgestellt werden – mit Objekten und Dokumenten. Dabei würden ich gern die Filmaufnahmen, die Werner Biscop aufbereitet und mir in Kopie mitgegeben hat, in Ausschnitten zeigen. Dieses einzigartige Dokument bietet Einblicke in die Produktionsweisen eines Betriebes, die so sonst nicht zu sehen sind… Möglicherweise kann ich Ihnen von meiner Seite für Ihre Webseite noch mit Katalogen und Prospekten des Preßwerks, die ich in gescannter Form habe, dienen…”

Katja Böhme
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Eisenhüttenstadt

Ottendorfer Industrieruinen – Bilder aus dem Jahr 2011

Industrieruine Preßwerk
Industrieruine Preßwerk
Industrieruine Preßwerk: 

Über die Geschichte des ehemaligen Presswerkes gibt es auf diesen Seiten eine ganze Reihe von Fakten nachzulesen. Die Bilder zeigen den aktuellen Stand des Verfalls im Jahr 2011. Die Firmengebäude erleiden damit das gleiche Schicksal wie die nachfolgend kurz beschriebenen Werke auf dem heutigen Territorium des Ortes Ottendorf-Okrilla.

Industrieruine Prüfgerätewerk Medingen
Industrieruine Prüfgerätewerk Medingen
Industrieruine Prüfgerätewerk Medingen: 

Wahrscheinlich gab es seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Medingen eine Brauerei, die als erste deutsche Aktienbrauerei mit dem Wasser
des Goldborns Bier braute (Malta-Gesellschaft). Aus dieser Firma entstand später die Chemische Fabrik Gebr. Haake. Aus deren Apparatebau ging der VEB Prüfgerätewerk Medingen hervor. Anfang der 90’er Jahre erfolgte die Rückübertragung an die Familie Haake, die den Betrieb nur bis 1995 weiterführte. Ende 1995 ging die Firma in Konkurs. Ein Teil des Betriebsgeländes wurde verkauf, der Rest dem Verfall preisgegeben.

Industrieruine Sachsenglas
Industrieruine Sachsenglas
Industrieruine Sachsenglas:  

Der VEB Sachsenglas war Nachfolger der auf der Grundlage eines Volksentscheids von 1946 enteigneten Sächsischen Glasfabrik August
Walther & Söhne Ottendorf-Okrilla (Gründung 1865). Der Betrieb stellte vor allem Gebrauchsgegenstände aus Glas her. Ab 1956 gehörte er zur Hauptverwaltung Glas, Dresden und ab 1969 zur VVB Haushalts- und Verpackungsglas Weißwasser. Den Betrieb übernahm 1979 der VEB Glaswerk Schwepnitz. 1990 entstand aus ihm die Sachsenglas GmbH, die jedoch bereits Anfang der 1990er Jahre in Liquidation gehen musste. Ein Teil des Werkes wurde abgerissen, einige Gebäude verfallen seit dieser Zeit zur Ruine.

Industrieruine Betonwerk
Industrieruine Betonwerk
Industrieruine Betonwerk: 

Zur Geschichte des Betonwerkes liegen dem Autor der Website leider keine Informationen vor. Im Internet gibt es auch fast keine Fakten zu diesem ehemaligen VEB. Er wurde Anfang der 90’er Jahre privatisiert und ging danach in Insolvenz. Das Gelände ist heute in Privatbesitz. Die meisten Gebäude wurden abgerissen. Nur Reste stehen noch auf dem ehemaligen Firmengelände.

SZ: Verkommenes Plasta-Gelände

Am Eingang der ehemaligen Firma
Am Eingang der ehemaligen Firma

„Verkommenes Plasta-Gelände wird zur Gefahr“ so titelte die Sächsische Zeitung in Ihrer Ausgabe Rödertal am 27. Mai 2011. Mit wenig Sachkenntnis berichtete die Redakteurin Jana Mundus über den Zustand des ehemaligen Betriebsgeländes. Das Preßwerk Ottendorf-Okrilla wird als „Plasta“ bezeichnet mit dem letzten Eigentümer „der Firma Riesselmann“. Stimmt so natürlich nicht. Immerhin kann man von der Straße aus sogar noch die Bezeichnung der Firma lesen, die hier bis Ende 2004 produzierte. Die Firma Minda KTSN Plastic Solutions GmbH & CO. KG hatte ihre Fertigung komplett zum Stammsitz nach Pirna verlagert und ist über die Internetadresse www.ktsn.de zu finden.

Eingang zum Betriebsgelände im Mai 2011
Eingang zum Betriebsgelände im Mai 2011

Der Ottendorfer Gemeinderat beschäftigte sich in einer Sitzung mit dem maroden Zustand der ehemaligen Vorzeigefirma des Ortes. Vor allem das offene Betriebstor, was einen leichten Zutritt für jeden ermöglicht, ist Stein des Anstoßes. Man solle es doch zuschweißen, war ein Vorschlag. Dem Gemeinderat seien aber die Hände gebunden und der Besitzer wohl in Afrika, wusste der Bürgermeister zu berichten – oder war dies nur die Auslegung der Redakteurin der SZ? So stand es jedenfalls in der Zeitung zu lesen.

Fakt ist, dass die Natur langsam wieder Besitz vom alten Firmengelände ergreift. Die Bäume wachsen und vielleicht ist von der Straße bald nichts mehr von den verfallenden Gebäuden zu sehen. Wenn der Mensch geht, ergreift eben die Natur wieder die Initiative…

Bitte den zugehörigen Kommentar lesen – eine interesante Reaktion der Redakteurin.

Literatur und Filmhinweise

Die auf dieser Website veröffentlichten Videoclips sind Ausschnitte aus einigen Dokumentarfilmen. Diese gibt es auch als Veröffentlichung auf DVD. Auf einer DVD sind der Aufbau des Preßwerkes in den Jahren 1960 – 65, eine Ergänzung aus dem Jahr 2005 und der ‚letzte Rundgang‘ 2007 zusammengestellt. Eine zweite DVD beinhaltet den Aufbau der Betriebsschule in den Jahren 1976/78 und den ‚Rückbau‘ 2001/2002.

DVD und Literatur
DVD und Literatur

Für Interessenten sind hier die Originalkommentare der Filme in Textform veröffentlicht:

Zeitdokumente, der Aufbau des PWO
Der Aufbau der Betriebsschule
Der ‘Rückbau’ der Betriebsschule
Ein letzter Rundgang 2007 (Film wurde nicht mehr vertont)

Interessenten an der DVD-Fassung der Filme wenden sich bitte an die im Impressum angegebene Email-Adresse.

Neben den Filmen gibt es auch noch schriftliche Dokumentationen zum Preßwerk. Zu nennen sind die Veröffentlichungen im Ottendorfer Boten in vier Fortsetzungen (Heft 5 aus dem Jahr 2000, Heft 6  aus dem Jahr 2001, Heft 12 und Heft 13 dem Jahr 2002) und das Buch „Die Plastverarbeitung der DDR und ihr Umfeld“ von Henning Diederichs, Verlag Peter Lang, ISBN 3-631-51438-7. Das längere Kapitel über das Preßwerk Ottendorf-Okrilla entstand mit Unterstützung Werner Biscops.

Die Website – etwas ‘Technik’

Der Betrieb einer Website kostet normalerweise Geld. Muss er aber nicht. Es gibt heute eine ganze Reihe von Optionen, ein solches Projekt gratis zu unterhalten, vom Zeitaufwand einmal abgesehen. Um eine Homepage ins „Netz“ zu stellen, benötigt man zunächst einen geeigneten Namen. Die Suche nach „pwo.de“ oder „presswerk.de“ etc. führte leider zu dem Ergebnis, dass alle in Frage kommenden kurzen und einprägsamen Namen bereits vergeben sind. Der Dienstleister dot.tk bot mir die Möglichkeit zur Gratisregistrierung von Domains, wenn auch nicht mit der in Deutschland bevorzugten Top-Level-Domain „de“.

Also entschied ich mich nach kurzer Recherche über freie Möglichkeiten für den Namen: www.presswerk.tk .  Heute ist diese Seite unter: presswerk-ottendorf.de erreichbar, einer kostenpflichtig registrierten Domain.

Nun benötigt man noch einen Speicherplatz und nach Möglichkeit eine einfach zu bedienende Software zur Datenpflege (ein sogenanntes Content Management System – CMS). Auch hier gibt es Gratisangebote. Der Provider unter www.bplaced.net (be placed – platziert werden = schöner Einfall für den Namen) bot mir immerhin 1 Gigabyte Speicherplatz und 8 Datenbanken. Als Software setzte ich den Gratis-Blog ‚Wordpress‘ ein. Nach einer etwas aufwendigeren Installation und Anpassung bietet dieser Blog die Möglichkeit, dass Kommentare oder eigene Beiträge erstellen können. Dazu ist nur ein Name (auch Pseudonym) und eine Email-Adresse anzugeben und schon geht es los. Die Beiträge erscheinen allerdings nicht sofort sichtbar. Sie müssen erst freigeschaltet werden.

Vielleicht findet sich so im Laufe der Zeit noch zusätzliches Material, um die Seite wachsen zu lassen. Bei Fotos bitte die Urheberrechte beachten.

Ein Service von: www.abc-seminare.de